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Nachhaltigkeit

Eine Selbstverständlichkeit, die keinen Aufschub mehr duldet.

Nachhaltigkeit meint eigentlich „nachhaltige Entwicklung“. Eine gesellschaftliche Entwicklung, die dafür sorgt, dass alle Menschen, heute und in Zukunft, unter menschenwürdigen Bedingungen leben können: mit einer materiellen Grundversorgung, elementaren Rechten und – selbstverständlich – intakten natürlichen Lebensgrundlagen. Denn das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Umweltschutz und Armutsbekämpfung bedingen einander. Und beides zugleich zu haben ist möglich! Das ist die optimistische Grundannahme nachhaltiger Entwicklung.

So besehen ist Nachhaltigkeit eine Selbstverständlichkeit. Und doch tun wir uns schwer mit ihrer Umsetzung, seit das Leitbild Ende der 1980er Jahre populär wurde. In mancherlei Hinsicht hat sich die Lage seither nicht verbessert, sondern weiter verschlechtert – mit der Folge, dass wir heute vor enormen Herausforderungen stehen. Klimakrise, Welternährung, Flüchtlingsströme sind einige der Themenfelder, die aufs Engste miteinander verwoben sind und die, so wird immer deutlicher, jeden von uns angehen.
 

 

Wir alle sind gefordert – im Unternehmen und darüber hinaus

 

Wir alle sind von fehlender Nachhaltigkeit betroffen, und wir alle sind für eine nachhaltige Entwicklung verantwortlich – jeder Einzelne und jedes Unternehmen. Mit zunehmendem Nachdruck fordert die Politik eine Nachhaltigkeitsorientierung der Wirtschaft ein. Kunden werden sich der Bedeutung ihres Konsumverhaltens immer mehr bewusst und wählen nachhaltige Produkte. Und immer mehr Unternehmer spüren ihren eigenen, inneren Antrieb, ihrer Verantwortung für die Mitwelt stärker gerecht zu werden.

Doch auch unternehmensintern ist authentisch gelebte Nachhaltigkeit schon heute zentral. Für Mitarbeiter spielt es eine Rolle, ob sie sich mit ihrer Tätigkeit als Teil eines globalen Problems oder als Teil von dessen Lösung empfinden können. Verantwortlich agierende Arbeitgeber sind attraktiv – bei der Mitarbeitersuche ist der Nutzen von einer Nachhaltigkeitsorientierung so ganz offensichtlich. Er geht jedoch weit darüber hinaus: Denn erst dann, wenn persönliche und unternehmerische Werte übereinstimmen und Mitarbeiter vom Sinn ihrer Tätigkeit überzeugt sind, können sie ihr ganzes Potenzial entfalten.
 

 

Wille zur Veränderung ist das eine, Wissen das andere

 

So einfach die Grundidee einer nachhaltigen Entwicklung, so anspruchsvoll kann das konkrete Handeln sein. 30 Jahre nach Entstehung des Leitbilds Nachhaltigkeit kursieren verschiedenste Interpretationen, die nicht alle den ursprünglichen Impuls weitertragen. Denn oftmals genügte es, bloß den Anschein zu wahren und „greenwashing“ zu betreiben. Zudem gilt auch – und insbesondere – auf dem Feld der Nachhaltigkeit: Alles hängt mit allem zusammen. Dies macht echte Nachhaltigkeitsorientierung zu einem anspruchsvollen Unterfangen.

Doch dieser Weg macht sich bezahlt. Mitarbeiter und Kunden, Geschäftspartner und Inhaber entwickeln zunehmend ein Gespür dafür, wo man es ernst meint mit Nachhaltigkeit und wo nicht. Glaubwürdigkeit ist zentral für dauerhaften Erfolg. Und wer schon heute, mit Blick auf die nahe Zukunft, die Weichen richtig stellt, muss nicht auf kommende politische Vorgaben reagieren, sondern gestaltet seine wirtschaftliche Zukunft aktiv selbst – mit Aussicht auf Resonanz im Innen wie im Außen.
 

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